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Das
Vermessungssystem VIAPOL dient zur zügigen Erstellung
einer zweidimensionalen Maßstabsabbildung von Einzelpunkten
(Unfallspuren etc.) sowie Punkteketten (z.B. Fahrbahnränder).
Die hier beschriebene Ausführung UL1 ist speziell für
die Verwendung an Unfallstellen in Verbindung mit dem eingesetzten
VU Messtisch (Faber Castell) oder dem von uns entwickelten Messtisch
geeignet. Der Zweck ist, mit vergleichsweise geringem Aufwand eine
Skizze einer Unfallörtlichkeit zu erstellen. Die Vorteile kommen
insb. bei komplizierter Spurenlage zum Tragen.Der Messtisch dient
zur Aufnahme und Fixierung des Zeichenbrettes und als Arbeitsstation,
er stellt während der Vermessungsarbeiten den notwendigen Fix-
und Ausgangspunkt für Winkel und Entfernungen dar. Dies bedeutet,
dass er nach Beginn der Vermessungsarbeiten nicht mehr verschoben
werden darf, andernfalls muss mit der Vermessung neu begonnen werden!
Die Genauigkeit der Lage einzelner Punkte auf der Zeichnung liegt
bei normal sorgfältiger Arbeitsweise im Bereich der Bleistift
Strichstärke. Der für die Unfallaufnahme geeignete Maßstab
M 1:200 ist fest auf das Lineal aufskaliert, ein Umrechnen daher
nicht erforderlich. Dieser Maßstab hat sich für die Erfordernisse
der Unfallrekonstruktion am besten bewährt. Die entstandene
Skizze soll für die weiteren Zwecke (Gerichtsverhandlungen,
Unfallrekonstruktion in einem Sachverständigengutachten) geeignet
sein, sie kann ggf. mit einem einfachen Scanner digital übertragen
und im Computer weiter bearbeitet werden.
Die hier angewandte Arbeitsweise - von einem festen Zentralpunkt
aus im Polarkoordinatenverfahren - führt zu einer außerordentlich
guten Genauigkeit, was die Abbildung von Spurenformen (z.B. gekrümmte
Reifenspuren) betrifft sowie ihre relative Lage zueinander. Diese
ist in dieser Größenordnung mit einfachen Messverfahren
(Laufrad, Maßband etc.) ohne Bezugssystem nicht erreichbar.
Die Zeichengenauigkeit der abgebildeten Zeichnung hängt in
gewissem Maß auch von der Anwendersorgfalt ab. Die Zielbake
sollte senkrecht über den einzumessenden Spurpunkt gehalten
werden. Ein Messfehler von wenigen Zentimetern durch ein Schräghalten
der Zielbake geht im Abbildungsmaßstab unter, er liegt unter
der Bleistiftstrichstärke. Die Bakenbreite (Breite des Zielfeldes)
führt bei Entfernungen bis zu 10 m zu einem Richtungsfehler
von weniger als 1°. Ein Positionieren des Laserpunktes im ungefähren
Mittenbereich der Bake ist in so geringen Entfernungen mühelos
möglich und sollte angestrebt werden. In größeren
Entfernungen spielt der Winkelfehler keine maßgebliche Rolle
mehr und die Breite des Zielfeldes ermöglicht auch hier einwandfreie
Messungen mit einer für den Anwender eindeutigen Zielsicherheit.
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